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Optimierung einer Methode zur Bestimmung von Hautlipiden mittels Automatischer Mehrfachentwicklung/ AMD-HPTLC

Angefertigt von: Julia Lüttig

  1. Gutachter: Prof. I. Schellenberg
  2. Gutachter: Dr. K. Kabrodt

Die Dünnschichtchromatographie (DC) ist eine der ältesten und einfachsten Variante der Chromatographie. Diese Methode geriet jedoch durch Einführung modernerer Trennmethoden, wie der Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC), etwas in den Hintergrund. Durch die Entwicklung von Fertigschichten und die Einführung von teil- bis vollautomatisierten Anlagen eignet sich auch die DC wieder für den Routineeinsatz in Laboren. Neben qualitativen sind somit auch quantitative Bestimmungen mit hoher Genauigkeit möglich. Die Schweizer Firma CAMAG hat stark zur Instrumentalisierung und demnach zur Standardisierung der DC beigetragen. Seit 1961 produziert und vertreibt das Unternehmen DC-Geräte und die dazugehörige Software. Die instrumentelle DC ist im Vergleich zu anderen oft die finanziell günstigere Methode. Vorteile liegen in der zeitsparenden simultanen Trennung sowie in der Übersichtlichkeit der gleichzeitig visuellen und mehrfachen Auswertung von Proben. Zudem zeichnet sich die DC durch eine vereinfachte Probenaufbereitung, bedingt durch die Einmalverwendung der stationären Phase, aus. Durch die Entwicklung der Automatischen Mehrfachentwicklung (AMD – automated multiple development) konnte auch die Trennleistung der DC gravierend gesteigert werden. Bei der AMD wird eine Kieselgelplatte mehrmals, mit einem vorher auszuwählenden Fließmittelgradienten, von polar nach unpolar entwickelt. In der Arbeit wird auf Aufbau und Funktionsweise der AMD 2 (CAMAG) genauer eingegangen.

Aufgabe dieser Arbeit soll es sein, die Leistungsfähigkeit dieses Gerätes unter Beweis zu stellen. Am Beispiel der Trennung diverser in der Haut vorkommenden Lipide, besonders der Ceramide, soll gezeigt werden, dass dies im Vergleich zu vorherigen AMD-Methoden mit kürzerer Entwicklungszeit und einem geringerem Lösungsmittelverbrauch erfolgen kann. Durch Kosten- und Zeitersparnis würde die Attraktivität der DC mittels AMD als Routinemethode zunehmen.

Als Grundlage dient die Methode zur Trennung von Lipiden nach Rollin. Die von Rollin verwendeten Lipide sollen um einige Ceramide und Cholesterolsulfat erweitert werden, wodurch die Methode angepasst werden muss. Bei dem Nachvollziehen der AMD-Methode zur Trennung von Hautlipiden von Bonté et al. kommt es im Verlauf der Entwicklung zum Auftreten von sogenannten fließmittelfrontähnlichen Kontaminationsfronten. Nach Rollin werden die fließmittelfrontähnlichen Kontaminationen nicht durch Probenverschleppung hervorgerufen. Als hauptsächliche Ursache für die Fronten wurde die durch die Mehrfachentwicklung entstehende Anhäufung von Zusätzen in Lösungsmitteln ermittelt. Mithilfe der Massenspektrometrie sollen die Fronten identifiziert und somit die Erkenntnisse Rollins bestätigt werden.