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Metaline

Aufbau einer Plattform zur Extraktion, biologischen Testung und Formulierung bioaktiver Metaboliten mit potentieller antikanzerogener und antifungaler Aktivität aus schwermetallbelasteten Pilz/Pflanzen-Gemeinschaften

Projektpartner:

  • Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Organische Chemie

MetaLine ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hochschule Anhalt und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg dessen Ziel es ist, bioaktive Sekundärmetaboliten für kosmetische, pharmazeutische und landwirtschaftliche Anwendungen in einem Mehrstufenprogramm zu evaluieren. Untersuchungsobjekt sind biotechnologisch noch nicht untersuchte pilzliche Endophyten isoliert aus Schwermetall-Pflanzengesellschaften. Diese sollen taxonomisch bestimmt und in einem gerichteten, biologischen Screening auf wirksame Metaboliten untersucht werden. Die Bearbeitung des Projektes ist dabei in drei Phasen unterteilt: In Phase I erfolgt die Sammlung des Wurzelmaterials auserwählter Pflanzenspezies sowohl für die Isolierung endophytischer Pilze als auch für deren mikroskopische Visualisierung. Im Rahmen eines Dualkultur-Assays (Co-Kultivierung zweier Mikroorganismen) wird die antagonistische Wirkung isolierter Reinisolate gegen landwirtschaftlich relevante phytopathogene Pilze, wie Alternaria brassicicola, Phytophthora capsici oder Sclerotinia sclerotiorum, bestimmt. Positive Ergebnisse sind durch eine Hemmhofbildung bzw. geringeres Wachstums des phytopathogenen Erregers im Vergleich zu einer Kontrolle zu erkennen. Im Anschluss werden biologisch aktive Pilzisolate dem Kultivierungs- bzw. Extraktionsprozess unterworfen, wobei die antifungale Wirkung generierter Extrakte mittels Lochtest ermittelt wird. Phase II und III dienen, gekoppelt mit der Screening-Plattform, zur Isolierung sowie strukturellen Identifizierung bioaktiver Reinsubstanzen aus dem in Phase I generierten Rohextrakten und deren Aktivitätssteigerung durch Semisynthese.