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BonaRes – Boden als nachhaltige Ressource für die Bioökonomie

„BonaRes – Boden als nachhaltige Ressource für die Bioökonomie“ ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen der „Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030“. Der Schwerpunkt ist die Aufklärung der Bedeutung biotischer Bodenfaktoren. Das Ziel besteht darin, durch interdisziplinäre Forschungsansätze und Anwendung bzw. Entwicklung moderner Methodik zu validen Aussagen über die komplexe Funktionalität von Böden zu kommen. Die gewonnenen Ergebnisse sollen es erlauben, zuverlässige Handlungsoptionen für eine nachhaltige Bodennutzung zu formulieren.

 

Teilprojekt: DiControl

Forschungspartner:

  • Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ-Großbeeren)
  • Hochschule Anhalt
  • Julius Kühn–Institut
  • Universität Bielefeld (CeBiTec)
  • Universität Hohenheim
  • Helmholtz Zentrum München (HMGU)
  • European Center for Sustainability Research (ECS)

Das DiControl Projekt: Auswirkungen des pflanzenbaulichen Managements sowie der Anwendung mikrobieller Biokontrollstämme auf Bodengesundheit und Suppressivität gegenüber Pathogenen im Rahmen einer nachhaltigen Pflanzenproduktion.
Die Fähigkeit eines Bodens bzw. seines Mikrobioms, Pathogene zu unterdrücken, ist ein Charakteristikum gesunden Bodens. Ein besseres Verständnis des Einflusses pflanzenbaulicher Maßnahmen auf das Boden-Mikrobiom und dessen suppressive Wirkung gegenüber Pathogenen ist Voraussetzung für die Entwicklung von Anbaustrategien, die eine nachhaltige Pflanzenproduktion gewährleisten. Ziel des Projekts ist es, in einer vergleichenden Analyse den Einfluss von langfristigen pflanzenbaulichen Maßnahmen (intensiv vs. konservierend) auf die Struktur und Funktion des Mikrobioms des Bodens und der assoziierten Rhizosphäre zu untersuchen. Gleichzeitig werden Analysen der Wurzelexsudation einbezogen, die stimulierende wie auch hemmende Effekte auf das Rhizosphäre-Mikrobiom einschließlich seiner Pathogene ausüben können. Die Charakterisierung der Mikrobiome konzentriert sich sowohl auf bakterielle als auch auf pilzliche Gemeinschaften, deren Struktur und Funktion mittels neuester molekularer Techniken (Metagenom-Analyse) aufgeklärt werden sollen. Es erfolgt eine vergleichende Analyse von Boden- und Rhizosphäre-Mikrobiom aus in Langzeitversuchen intensiv und extensiv genutzten Böden (u.a. am Langzeitversuch Westerfeld in Bernburg-Strenzfeld), deren suppressive Wirkung gegenüber Pathogenen charakterisiert wird. Die Ergebnisse sollen zeigen, welche mikrobiellen Taxa für die Suppressivität verantwortlich sind. Die Ergebnisse der Mikrobiom-Analysen werden mit Daten der Boden- und Pflanzencharakteristika ausgewertet und ein Modellsystem zur Bewertung von Anbaumaßnahmen in Bezug auf die Pflanzenproduktivität entwickelt.